Die ersten Schulwoche – ein Tag in der High School

Hello, ich weiß diesen Beitrag habe ich eigentlich schon mal hochgeladen. Komischerweise ist er jedoch nicht mehr auf meiner Website und deshalb schreibe ich heute einfach einen neuen, aktuelleren.

Die Woche hat eigentlich damit gestartet, dass ich meine erste Stunde, in der ich eigentlich Color Guard habe, in Kunst gewechselt hab. Am Anfang dachte ich, dass ich Color Guard und Volleyball Training unter einen Hut kriegen würde, dem war aber leider nicht so. Deshalb hab ich mich entschieden, mich mehr auf Volleyball zu konzentrieren um dort besser zu werden. Im Endeffekt bin ich ganz froh, nicht mehr jeden morgen in der prallen Sonne diese schweren Flaggen zu schwingen!

Der Kunstunterricht gefällt mir ziemlich gut auch wenn ich sagen muss, dass ich es mir ein wenig anspruchsvoller vorgestellt habe. Tja und danach kommt US-History, ein bestimmt sehr interessantes Fach, wenn man den Lehrer mal verstehen würde. Ich glaube ich bin noch nie in meinem Leben jemandem begegnet, der so doll nuschelt und einfach nur wirres Zeug redet. Dafür ist die nächste Stunde umso besser, da hab ich nämlich Health Sience, darin lernt man viel über Medizin, Krankheiten oder Ersthilfe. Das ist wirklich meine absolute Lieblingsstunde! Nach der Gesundheitsstunde geht es weiter zu Englisch, momentan lernen wir, wie man spannende Geschichten aufbaut, hierfür schreiben wir jedoch keine Geschichte sonder analysieren eigentlich nur alles. Hat jedoch auch seine Vorteile, weil wir das in Deutschland schon in der 8. Kasse gemacht haben und ich somit gut mitarbeiten kann. Jedenfalls habe ich danach immer ziemlichen Hunger und zum Glück ist dann auch Zeit für die Lunch-Pause. Neben Frühstück bietet meine Highschool auch Mittagessen an, was man sich in der Cafeteria abholen muss. Hierbei bekommt man immer eine Milch, einen Apfel, etwas Gemüse und das warme Essen. Diese Woche gab es Burger, Tacos, Lasagne, Nudeln mit Hühnchen und Chicken Wings. Normalerweise nehme ich mir fürs Lunch immer etwas mit, aber wenn ich es an dem Morgen nicht geschafft habe mir was zu machen, esse ich auch in der Cafeteria und versuche die möglichst gesunde Alternative zu bestellen. Nach 40 Minuten Pause geht es weiter zu Floral Designe. In dem Kurs lernen wir was über Landwirtschaft aber machen zum Beispiel auch die Blumendekoration für die Prom oder andere Veranstaltungen. In der 6. Stunde kann man mal sehen, wie sehr der Unterricht vom Lehrer abhängt, denn plötzlich verstehe ich Chemie. Es kann natürlich auch daran liegen, dass wir gerade den Stoff bearbeiten, den wir zu Hause in der 9. Klasse hatten. Aber ich mag den Lehrer und die Gestaltung seines Unterrichts sehr.

Hier geht es allgemein viel Enspannter zu als in Deutschland. Wenn die Lehrer den Stoff für diese Stunde früher durchhaben als geplant, kann man an sein Handy, schlafen, Quatschen oder einfach Löcher in die Luft starren. Kaugummi kauen ist auch kein Problem, du kannst fast überall dein Handy aufladen und in manchen Klassen darf man sogar essen. Die Stunde danach ist nicht besonders erwähnenswert, da es Mathe bzw. Algebra 2 ist. Positiv gesehen ist es eine gute Chance für mich, Lösungen von Gleichungen und all das nochmal zu wiederholen. Dann ist der richtige Unterricht auch schon fast vorbei und es heißt zur Turnhalle sprinten, in 5 Minuten die Sportunniform anziehen und mit Händen hinterm Rücken in der Halle auf den Coach warten. Wie man erahnen kann ist meine letzt Stunde Athletics/Sport. Wir haben insgesamt drei Coachs, die für jede Woche einen Trainingsplan aufstellen. Das heißt zum Beispiel Montags Gewichte heben Dienstag Distanz laufen Mittwoch Sprinten und so weiter und so fort. In Deutschland wär das Ganze natürlich auch anstrengend ich muss aber sagen, dass es einen großen Unterschied macht 45 Minuten lang bei 42 Grad und Sonne zu sprinten oder bei milden 23 Grad. Wenn du hier nicht dein bestes gibst musst du dir schon mal ein paar Sprüche anhören oder darfst ein extra Workout machen. Also Disziplin ist in dieser Stunde alles!

Auch wenn ich währenddessen innerlich immer voll abkotze bin ich im Endeffekt froh jeden Tag so viel Bewegung zu haben. Das heißt aber nicht das mein Tag ab dann zu Ende ist.

Eine halbe Stunde später geht es wieder in die Halle zum Volleyball Training. Das macht mir immer sehr viel Spaß die Mädchen sind super lustig und unser Coach ist zwar streng aber sehr nett. Das was ich besonders cool finde ist, dass dir so viele Chancen angeboten werden wenn der Coach sieht das du dich total in den Sport reinhängst. Ich meine wie cool ist es bitte, dass ich jeden Dienstag mit dem ganzen Team im Schoolbus in verschiedenen Städte in Texas fahre und gegen unterschiedliche Highschools spiele! Danach geht wir immer noch zusammen essen und ich liege abends um elf Uhr  tot müde in meinem Bett.

Das amerikanische Leben ist schnell und hektisch, die Tage sind super anstrengend, spannend und schön aber sie vergehen wie im Flug. Kaum zu glauben das ich schon fast 1 Monat hier bin und was ich jetzt alles schon erlebt habe ist echt toll. Auch wenn ich zu Hause vermisse und alles ganz anders ist genieße ich meine Zeit hier und habe viel Spaß!

Ich sag nur American way of life.

Das war es von mir für heute, bis zum nächsten Beitrag!

Nochmal das Bild vom ersten Schultag

4 Antworten auf „Die ersten Schulwoche – ein Tag in der High School“

  1. Super Marie, das hört sich alles super cool an. Und Color Guard ist sicher super anstrengend, aber wenn du wieder zu Hause bist, gibt es Karnevalsvereine, die dich sicher gerne aufnehmen. 🙂
    Viele Grüße

  2. Hallo Marie,
    Schön, dass es Dir so gut gefällt!!! Was für ein lustiger Stundenplan. Ich wünsche Dir noch ganz viel Spaß und freue mich auf Deine Blogeinträge.
    Viele Grüße aus Good old Germany
    Dani

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